Glocken

Glocken

Unsere Kirchen sind nicht nur von außen als Gotteshäuser erkennbar, sie haben auch eine Stimme. Diese Stimme, der Klang der Glocken, wird akustisch als etwas Besonderes wahrgenommen und soll, nach Friedrich Schiller, "eine Stimme sein von oben".


Glocken 1

In der Jülicher Christuskirche befinden sich heute vier Glocken. Vor dem Krieg war das Geläute dreistimmig. Die beiden großen Glocken mussten zu Kriegszwecken abgegeben werden und wurden vermutlich eingeschmolzen. Die dritte und kleinste Glocke, 1920 von der Gemeinde Spremberg gekauft, war im Schutt des zersprengten Turms noch vorhanden - ihr späteres Schicksal ist nicht bekannt. Nach dem Krieg wurde im Jahr 1952 von der Glockengießerei Gebrüder Rincker in Sinn/Dill eine Glocke mit dem Schlagton h' gegossen.


Sie erhielt Gesellschaft von der Patenglocke mit dem Schlagton d''. Diese Patenglocke wurde 1951 aus einem im Krieg zum Einschmelzen bestimmten Glockenlager an Jülich vergeben und ist die älteste unseres Geläutes. Sie stammt aus der schlesischen Kirchen-gemeinde Strehlitz/Oels und wurde im Jahr 1624 auf Veranlassung der Herren Hans Ernst von Tschammer und Osten und Christoph von Rabenau und Coppen auf Strelitz von Sebastian Geiz in Breslau gegossen.
Diese beiden, heute von der Größe her mittleren Glocken 2 und 3 ertönten zum ersten Mal nach dem Krieg bei der Einführung von Pfarrer Dinglinger am 1.3.1953.
Diese beiden, heute von der Größe her mittleren Glocken 2 und 3 ertönten zum ersten Mal nach dem Krieg bei der Einführung von Pfarrer Dinglinger am 1.3.1953. Im Jahr 1960 beschloss das Presbyterium, entsprechend dem Angebot der Glockengießerei Rincker zur Ergänzung des Geläuts zwei weitere Glocken gießen zu lassen mit den Schlagtönen a' und e'', also eine größere und eine kleinere als die bisherigen beiden Glocken. Diese tragen die Aufschrift »Christuskirche Jülich 1960«. Das nunmehr vierfache Glockenensemble erklang erstmals in einem festlichen Gottesdienst am 15.7.1960 (Prediger: der Eschweiler Synodalassessor Kreip, Liturg: der Jülicher Pfarrer Ribbeck). Das vollständige Geläute, das uns seit dieser Zeit begleitet, besteht aus folgenden vier Glocken:


Glocken 2

  • 1. Glocke: Schlagton a', Durchmesser 0,89 m, Gewicht 430 kg
  • 2. Glocke: Schlagton h', Durchmesser 0,81 m, Gewicht 320 kg
  • 3. Glocke: Schlagton d'', Durchmesser 0,71. m, Gewicht 220 kg
  • 4. Glocke: Schlagton e'', Durchmesser 0,63 m, Gewicht 145 kg


Die von der Gemeinde festgelegte Läuteordnung sieht vor, dass sonntags eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn während 5 Minuten die beiden mittleren Glocken läuten und 5 Minuten vor Beginn das gesamte Geläute ertönt. Die alte schlesische Glocke ruft alle in und außerhalb unserer Kirche zum Vaterunser. Werktags werden die beiden mittleren Glocken mittags um 12 Uhr und zum Feierabend um 18 Uhr geläutet, und am Samstag wird mit dem Vollgeläute um 18 Uhr der Tag des Herrn eingeläutet. Zu Hochzeiten und Trauerfeiern in der Kirche oder zu besonderen Anlässen sind ebenfalls die Glocken zu hören.




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52428 Jülich

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